Tiere (Metazoa)

Die Tiere, genauer gesagt die vielzelligen Tiere (Metazoa), gehören zu den eukaryotischen Lebewesen, also Lebewesen mit Zellkern. Sie benötigen Sauerstoff zum Atmen und sie beziehen ihre Stoffwechselenergie nicht aus dem Sonnenlicht wie die Pflanzen. Zur Energie- und Stoffgewinnung ernähren sich Tiere heterotroph; darunter versteht man die Aufnahme von bereits vorhandenen organischen Stoffen (also die Ernährung von anderen Lebewesen) zur Energiegewinnung und zum Aufbau körpereigener Stoffe. Sie stellen im ökologischen Sinne Konsumenten oder auch Destruenten dar.


Alle Wirbellosen, die Fische, die Lurche und die Kriechtiere sind wechselwarme Tiere - das bedeutet, ihre Körpertemperatur ist nicht konstant und von der Umgebungstemperatur abhängig. Die Vögel und Säugetiere hingegen sind gleichwarme Tiere - ihre Körpertemperatur bleibt also auch bei Veränderung der Umgebungstemperatur konstant. Typisch für viele wechselwarmen Tiere ist die Winterstarre, in der sie die kalte Jahreszeit (vorausgesetzt sie leben in einer entsprechenden Klimazone) überdauern, wo hingegen wenige Vögel und manche Säugetiere in einen Winterschlaf fallen.


Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die rezenten Stämme sowie wichtigsten rezenten Unterstämme und Klassen der vielzelligen Tiere. Auf diese und auf weitere über- und untergeordnete Taxa wird in der Ausführung eingegangen, die sich auf den folgenden drei Seiten befindet; sie soll ganz im Sinne der heutigen, uns vertrauten Tierwelt stehen (die Systematik orientiert sich an der 1. Auflage Systematische Zoologie, UTB Stuttgart, 2008).

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Aufgrund des Umfangs habe ich die Ausführung in Wirbellose I (Schwämme bis Weichtiere), Wirbellose II (Hufeisenwürmer bis Stachelhäuter) und Wirbeltiere (einschließlich der anderen beiden Chordatier-Unterstämme) aufgeteilt; jeder Überschrift ist eine eigene Seite gewidmet.